Racing Turtles im Ziel Peggy und ich an der Schwimmstrecke Wechselbereich Rad-Lauf Schwimmstart

Roth, 17. Juli 2016. Gegen 15 Uhr sitze ich bei 27 Grad und strahlendem Sonnenschein auf einer Bierbank unter einem Sonnenschirm – könnte eigentlich ganz nett sein, wenn mir jetzt noch ein Cocktail gereicht werden würde 🙂 Aber die Situation ist eine ganz andere: Ich soll noch einen Marathon laufen und warte sehnsüchtig auf meine Radfahrerin, die laut Online-Hochrechnung gegen 15:30 Uhr eintreffen und mich auf die Strecke schicken soll.

Der Tag hat früh begonnen: um 4:30 Uhr klingelte der Wecker, schließlich wollten wir die magische Stimmung früh morgens und den ersten Start der Profis um 6:30 Uhr nicht verpassen. Die Stimmung am Kanal war mal wieder der Wahnsinn und Peggy und ich waren hochmotiviert auf das Rennen. Um 9 Uhr startete Anja, unsere Schwimmerin, das Rennen für die „Racing Turtles“ und übergab nach ca. 1:10 h den Staffelstab in Form des Transponders an Peggy, die sich auf die zwei 90 km langen Radrunden machte. Währenddessen fuhr ich nochmal zurück in unsere Ferienwohnung, eine Kleinigkeit essen, Beine hochlegen und Trinken, Trinken, Trinken, denn es sollte ein heißer Tag werden. Gegen 14 Uhr machte ich mich auf den Weg Richtung Wechselzone T2 wo der Radfahrer vom Läufer abgelöst werden sollte. Ein bisschen mulmig war mir schon, bei 27 Grad, Sonne und Gewitterluft einen Marathon laufen?! Aber diese Gedanken schob ich schnell zur Seite, hatte ich doch schon genug Erfahrung auf dieser Strecke im Gepäck.

Um 15:45 Uhr kam Peggy ziemlich platt und glücklich, an mich übergeben zu können, in den Wechselbereich und ich lief los. Die ersten 15 km liefen einfach nur fantastisch. Der Motor „rollte“ in ca. 4:40er Tempo und ich hatte einfach nur Spaß! Viele bekannte Gesichter kamen mir entgegen, es wurde angefeuert und abgeklatscht! Fantastische Stimmung auf der Strecke! Viel zu früh kamen ab km 25 jedoch muskuläre Probleme in den Beinen, die mich ab km 30 zu Gehpausen an den Verpflegungsstellen zwangen um Cola und Salzcracker zu mir zu nehmen. Ich hatte die besonderen Bedingungen eines Starts bei den Temperaturen und zu der Uhrzeit doch unterschätzt! Ich fragte mich: Was zum Teufel mache ich hier? Und sagte mir: Nie wieder!!! Irgendwie schaffte ich es aber doch bis km 41,5 wo Peggy und Anja schon auf mich warteten und sofort schossen mir Tränen der Freude, Schmerzen und Erleichterung in die Augen!! Der Zieleinlauf zu dritt war wirklich der Hammer und ich war super happy, noch in 3:29 h gefinisht zu haben!!! Ein tolles Gefühl, wieder dabei gewesen zu sein, wenn auch nicht als Einzelstarter.

Für 2017 bin ich schon gemeldet – diesmal allerdings als Radfahrer! 😉

 

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